Das Projekt "Die Teilgeber"

Unsere Stadt wird immer bunter und vielfältiger. In einigen Vierteln leben sehr viele Menschen aus unterschiedlichen Ländern zusammen. Manche Menschen müssen aus ihrer Heimat fliehen und werden zukünftig bei uns leben.

 

All diese Menschen, egal ob sie schon zehn, zwanzig, dreißig Jahre in München wohnen oder hier neu ankommen, leben miteinander in der Nachbarschaft. Unterschiedliche Sprachen, Kulturen, Gewohnheiten, Verhaltensweisen treffen auf engem Raum aufeinander. Das kann manchmal zu Problemen und Missverständnissen führen. Aber alle sind Nachbarn!

 

Wir möchten gute Nachbarschaften fördern.

Was ist dafür wichtig?

 

1. Dass man sich kennenlernt und einander versteht.

2. Dass man sich als Teil der Nachbarschaft fühlt (Zugehörigkeit).

 

Das Projekt „Die Teilgeber“ verbindet beides.

 

1. Kennenlernen und Verstehen

Wir wollten wissen, wie Menschen aus Syrien, Irak, Iran, Togo, Äthiopien und anderen Ländern miteinander in ihrer Nachbarschaft lebten.

 

Wie?

Wir haben 28 engagierte Menschen aus verschiedenen Ländern gefragt, wie sie Nachbarschaft in ihren Herkunftsländern erlebt haben und jetzt in München erleben. Ihre Erzählungen und Geschichten werden in einer WANDERAUSSTELLUNG an verschiedenen Orten in München gezeigt. Dazu gibt es ein LESEBUCH „Mein Nachbar aus…“ mit Kurzgeschichten, Bildern und den Ergebnissen unserer Studie.

 

2. Zugehörigkeit und Teilgabe

Für Flüchtlinge und Neuzugewanderte ist es wichtig, Teil dieser Gesellschaft zu werden, in dem sie am gesellschaftlichen Leben, am Miteinander und an Angeboten teilnehmen. Genauso wichtig ist es aber auch, etwas von sich, seinen Fähigkeiten, seinem Wissen, seiner Zeit für Andere zu geben. Dies nennt man Teilgabe. Um Teil einer Nachbarschaft zu werden ist es also gut, teilzunehmen und einen Teil geben zu können.

 

Wie?

Wir möchten andere Menschen dafür begeistern aufeinander zuzugehen, sich kennen zu lernen und gemeinsam die Nachbarschaft, in der man aktiv lebt, zu gestalten. Vor allem für Neuzugewanderte möchten wir Wege aufzeigen, wie sie in ihrer Nachbarschaft aktiv werden können.

 

Während unserer Wanderausstellung finden begleitend Veranstaltungen statt, die EInblicke in die verschiedenen Länder und Kulturen geben und die zum interkulturellen Dialog anregen. Alle Veranstaltungen finden Sie auch unter "Termine".

 

Wir möchten zusammen mit engagierten Migrantinnen und MIgranten (Teilgebern) einen Flyer erstellen, der in einfacher Sprache Neuzugewanderten erklärt, wie und wo man sich engagieren und in Gesellschaft und Politik mitwirken kann, unabhängig vom Aufenthaltsstatus und Nationalität.

 

Außerdem möchten wir auch mit Fachleuten aus Politik und Gesellschaft sprechen: Wie kann man wo aktiv werden? Wo gibt es noch Hindernisse und wie können wir diese überwinden? Welche Projekte gibt es und wie können wir besser voneinander lernen und miteinander etwas bewirken? Hierzu wird eine Fachveranstaltung am Ende des Projektes geplant.

 

 

 

Unsere Kooperationspartner

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